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„Pflege muss gepflegt werden!“


Zentrale Botschaft des VDAB trifft Nerv der Branche

Anlässlich der Messe ALTENPFLEGE 2010 stellte der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB) seine Kernbotschaft „Pflege muss gepflegt werden“ der Öffentlichkeit vor und traf auf breite Zustimmung.
Pflegeeinrichtungen werden zunehmend zum Spielball kurzfristiger und kurzsichtiger Interessen von Politik, Kassen und Gesellschaft“, betont Stephan Baumann, Bundesvorsitzender des VDAB. Verkannt werde dabei, dass der Pflege bei der Bewältigung des immer drängenderen Problems der überalternden Gesellschaft eine zentrale Rolle zukommt. Baumann: „Alle Beteiligten täten deshalb gut daran, mit der Pflegebranche sorgsam umzugehen, denn auch Pflege muss gepflegt werden.“
Seit Jahren werden Pflegeunternehmer unter den Generalverdacht der Unredlichkeit gestellt“, betont VDAB-Bundesgeschäftsführer Thomas Knieling. Sämtliche Gesetze und Vorschriften seien so verfasst, dass Pflegeeinrichtungen Unschuldsnachweise führen müssen. „Das muss sich ändern“, fordert Knieling. Der Fachkräftemangel sei bereits eingetreten und werde sich auch noch weiter verstärken. Knieling: „Alle Imagekampagnen für Pflegeberufe werden solange nutzlos bleiben, wie die systematische Gängelung der Einrichtungen anhält.“
Die stellvertretende VDAB-Bundesvorsitzende Petra Schülke betont: „Die Pflegebranche hat ein Recht auf Vertrauen und ein Recht auf Respekt. Nur so werden wir auch in Zukunft auf eine qualitative und leistungsstarke Pflege zurückgreifen können.“
 
Dies sahen auch die Besucher auf dem Messestand des VDAB so. In einem Pflegebarometer konnten sie ihre Einschätzung zur Situation der Pflege abgeben. Drei Statements standen zur Wahl:
- Ohne Pflege geht gar nichts!
- Pflege kann alles außer Bürokratie!
- Freude an der Verantwortung
Mit deutlicher Mehrheit setze sich das Statement „Ohne Pflege geht gar nichts“ durch. „Dieser Feststellung kann man nur zustimmen“, betont Knieling abschließend. „Wir hoffen, dass diese Erkenntnis auch bei Politik und Kassen reift und zu einer neuen Wertschätzung der Branche führt –
davon würden alle profitieren."

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