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Berliner Ärztekammer beklagt Defizite in der Pflege


VDAB: Strukturelle Zwänge behindern gute Pflege

Defizite und Missstände in der Pflege sind die Regel – so lautet das pauschale Fazit der Podiumsdiskussion „Altern in Würde“ der Berliner Ärztekammer am 22. März, über die der Tagesspiegel Berlin in seiner Ausgabe am Folgetag berichtet. Defizite in der Pflege seien ein strukturelles Problem, das Personal überlastet. In den Einrichtungen werde oft mehr Wert auf Sauberkeit als auf menschliche Zuwendung gelegt, so die verbreitete Meinung der Podiumsredner. Bewohner müssten sich strengen Heimregeln „unterwerfen“, was vielfach zum „Verlust ihrer eigenen Biografie“ führe. Ärzte „machten oft einen Bogen ums Heim“, es mangele an Honorar für die Heimbesuche. Abhilfe schaffen könne ein laufendes Pflegeprojekt mit 40 Berliner Pflegeheimen, in dessen Rahmen Ärzte fest in Pflegeheimen angestellt sind.
In der Tat sind vorhandene Defizite in der Pflege ein strukturelles Problem“, betont Wolfgang Grefe, Vorsitzender des Landesverbandes Berlin-Brandenburg des Verbandes Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB). „Pflege lässt sich nicht in feste Strukturen pressen, genau dies jedoch geschieht aufgrund überwiegend externer bürokratischer Vorgaben. Diese behindern die Flexibilität des Pflegepersonales bei der Betreuung und rauben viel Zeit, die besser für menschliche Zuwendung eingesetzt wäre.“ Der Fokus gehöre daher klar und deutlich auf die Ergebnisqualität der Pflege und Betreuung gelegt.
Der Vorwurf, Bewohner müssten sich „strengen Heimregeln unterwerfen“, sei absurd, so Grefe. Eine gute moderne Pflegeeinrichtung stelle die Individualität des Bewohners in den Vordergrund, denn sie ist ein wichtiger Garant für dessen Zufriedenheit und Wohlbefinden. 
Das genannte Berliner Modell zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung in vollstationären Pflegeeinrichtungen sehen wir als zukunftsträchtig an“, so Grefe weiter. Im Rahmen der anstehenden Pflegereform müsse die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Einrichtungen langfristig auf eine solide Grundlage gestellt werden. „Voraussetzung dabei ist: Die anfallenden Kosten dürfen nicht zu Lasten der Einrichtungen und deren Bewohner gehen, sondern müssten vollständig durch die Krankenkassen getragen werden.“
Die Ergebnisse des Berliner Modellprojektes sind positiv, resümiert Grefe. Um eine verbesserte ärztliche Betreuung in Pflegeeinrichtungen zu erreichen, sei jedoch auch die Ärztekammer gefordert, ihre Mitglieder zu mehr Initiative und Hingabe aufzurufen. Durch eine frühzeitige Prävention werde die Lebensqualität der Bewohner weiter verbessert. Daneben helfe das Modell den Krankenkassen bei der Kosteneinsparung.

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