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VDAB zur Veröffentlichung des 4. MDS-Qualitätsberichts: Ergebnisse taugen nicht als Qualitätsbarometer


Der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) hat heute seinen 4. Qualitätsbericht vorgelegt. Der Bericht bescheinigt der professionellen Pflege Fortschritte in vielen Bereichen. Der VDAB weist allerdings darauf hin, dass die Ergebnisse des Berichts nicht missverstanden werden dürfen. Denn die aufwendig ausgewerteten Zahlen stellen lediglich die Sicht einer Prüfinstitution der Kassen auf die Pflegeeinrichtungen dar. „Qualität“ aus diesem Blickwinkel bedeutet vor allem die Auswertung der Güte von Abläufen und deren Dokumentation.

„Der Bericht sagt hauptsächlich etwas über den Bürokratieerfolg der Einrichtungen aus, aber kaum etwas darüber, wie sich die Leistung der Pflegenden tatsächlich auf die Pflegebedürftigen auswirkt. Dies wird erst dann der Fall sein können, wenn endlich das Ergebnis der Pflege im Mittelpunkt einer neuen Art der neutralen Qualitätsberichterstattung steht. Dies fordern wir seit Jahren“, so Thomas Knieling, Bundesgeschäftsführer des VDAB. „Auch der 4. MDS-Qualitätsbericht gibt also keine Auskunft darüber, wie es bundesweit um die Qualität der Pflege tatsächlich bestellt ist, obwohl von außen schnell der Eindruck entstehen kann“, so Knieling weiter.

In diesem Zusammenhang nehme der VDAB verwundert zur Kenntnis, dass der MDS offensichtlich für sich in Anspruch nimmt, selbst die Qualität in den Einrichtungen verbessert zu haben. Denn die Prüfungen hätten zur Folge, Fehlanreize in den Einrichtungen zu verstärken, indem sich diese auf Bürokratieerfordernisse besser einstellen. „Unsere Mitglieder brauchen aber keine Bestätigung ihrer Bürokratieerfolge, sondern eine Bestätigung für die Qualität ihrer täglichen, verantwortungsvollen Arbeit“, so Knieling.

Abwegig sei zudem die vom GKV-Vorstand Gernot Kiefer vertretene These, wonach die Hauptursache für die fehlende Aussagekraft der Pflege-Noten in der Beteiligung der Leistungserbringerverbände an der Systementwicklung zu sehen sei. „Dass die Noten wenig aussagen, liegt vor allem daran, dass im Transparenzsystem das Prüfverständnis des MDS zur ultima ratio gemacht wurde. Damit beschränkt sich die Aussagekraft der Pflegenoten auf die Güte von Strukturen und Prozessen und somit auf den Bürokratieerfolg ", so Knieling.
Eine Verbesserung könne nur auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen, die bereits vorliegen. „Wir haben mit dem „Bonato-Konzept“ bereits 2011 eine Alternative zum bestehenden System vorgestellt. Von einer allgemeinen Blockadehaltung der Leistungserbringerverbände zu sprechen verbietet sich also“, so Knieling.

Der VDAB ist einer der größten privaten Trägerverbände Deutschlands. Er versteht sich als bundesweiter Interessenverband für private, professionelle Pflegeeinrichtungen.

Rückfragen:
Sebastian Rothe
Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Kommunikation
Tel.: 030 / 2005 9079 -0
Email: sebastian.rothe@vdab.de

Jens Ofiera
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

T  030 / 2005 9079 -0
F  030 / 2005 9079 -19

jens.ofiera @avoid-unrequested-mailsvdab.de 

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