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VDAB zum Fachkraftmangel: Die nachhaltige Verbesserung der Situation geht nur über die Arbeitsbedingungen


Zu der neuerlichen Auswertung der Daten auf dem Arbeitsmarkt für sog. Mangelberufe in Deutschland durch die Bundesanstalt für Arbeit erklärt Thomas Knieling, Bundesgeschäftsführer des Verbands Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB):

„Während sich in anderen Berufen die Fachkräftesituation leicht entspannt bleibt sie in der Langzeitpflege und in der Krankenpflege weiterhin dramatisch beziehungsweise verschlimmert sich noch. Von den „TOP 10" der sogenannten Mangelberufe liegen die Berufe in der Gesundheits- und Krankenpflege inzwischen auf Platz 4, wenn die Zeit von dem Freiwerden einer Stelle bis zu ihrer Wiederbesetzung zugrunde gelegt wird. Das sind im Durchschnitt inzwischen 120 Tage. Die Altenpflege ist sogar auf Platz 2. Da sind es durchschnittlich 129 Tage. Das merken die Einrichtungen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unmittelbar bei ihrer Arbeit. In dieser Zeit müssen sie pro Mitarbeiter mehr Pflegebedürftige versorgen. Der Arbeitsmarkt, insbesondere für dreijährig ausgebildete Fachkräfte, ist somit nach wie vor äußerst angespannt. Das gilt erst recht, wenn berücksichtigt wird, dass diese Durchschnittszahlen erhebliche regionale Unterschiede verwischen."

Der VDAB betont, dass die erfreulich hohen Zahlen von Auszubildenden in der Altenpflege so lange keine wirkliche Entlastung bringen, wie die Verweildauer in Beruf so kurz ist, wie sie ist. Dazu Knieling: „Um die Verweildauer im Beruf zu erhöhen ist der wesentliche Faktor die konkreten, täglichen Arbeitsbedingungen. Die Baustellen dabei sind die Überbürokratisierung, die Fremdbestimmung durch andere Berufsgruppen im Gesundheitswesen, der Kontrollwahn, der über der Professionellen Pflege liegt und die damit verbundene Misstrauenskultur in der Politik, bei den Kostenträgern und bei den Prüfinstitutionen. Dies muss bei einer Neubestimmung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs ebenfalls reformiert werden. Ansonsten bilden wir mit Rekordzahlen aus und haben am langen Ende trotzdem einen Fachkraftmangel."

Der VDAB ist einer der größten privaten Trägerverbände Deutschlands. Er versteht sich als bundesweiter Interessenverband für private, professionelle Pflegeeinrichtungen.

Rückfragen:

Sebastian Rothe
Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Kommunikation
Tel.: 030 / 2005 9079 -0
Email: sebastian.rothe@vdab.de

Jens Ofiera
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

T  030 / 2005 9079 -0
F  030 / 2005 9079 -19

jens.ofiera @avoid-unrequested-mailsvdab.de 

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