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Sondierungsgespräche von Schwarz-Gelb-Grün: VDAB fordert nachhaltige Verbesserungen für die Professionelle Pflege.


Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. fordert von den potenziellen Koalitionären von CDU/CSU, FDP und Grüne die richtigen politischen Weichenstellungen. Es sei Zeit für ein Pflegestärkungsgesetz, dass die Pflege stärkt anstatt nur die Leistungsansprüche der Versicherten auszuweiten und die Zahl der zu pflegenden und betreuenden Menschen. Dazu gehört, die Rechtsstellung der Unternehmerinnen und Unternehmer in der Professionellen Pflege zu stärken, ein Gleichgewicht der Kräfte zwischen Kostenträgern und Einrichtungsträgern herzustellen und die Attraktivität des Pflegeberufs nachhaltig zu steigern.

Dazu Stephan Baumann, Bundesvorsitzender des VDAB: „Wir haben uns heute in einem persönlichen Schreiben an die Beteiligten der Sondierungsgespräche gewandt, um die Dringlichkeit unserer Forderungen zu unterstreichen. Die kommenden vier Jahre sind entscheidend dafür, dass jeder, der Professionellen Pflege braucht, sie auch in Zukunft bekommen kann. Dazu müssen die gesetzlichen Grundlagen in dieser Legislaturperiode geschaffen werden.“

Der VDAB fordert unter anderem die konsequente Förderung und Finanzierung von Rehabilitationsmaßnahmen, um dem weiteren sprunghaften Anstieg der Pflegebedürftigkeit entgegenzuwirken. „Es sollte alles dafür getan werden, um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden, beziehungsweise ihre Verschlimmerung zu verzögern. Dafür ist die geriatrische Reha und sind Präventionsmaßnahmen die erfolgversprechenden Mittel. Die Pflegeversicherung muss daher Reha-Träger werden“, so Baumann.

Zudem sollten die Einrichtungen durch den Abbau von Mehrfachprüfungen von der nach wie vor hohen Bürokratielast befreit werden.  „Es ist eine Frage des Vertrauens und der Wertschätzung gegenüber der verantwortungsvollen Arbeit der Professionellen Pflege hier für Entlastung zu sorgen. Dies gilt auch für den Fakt, dass wir unabhängige Institutionen brauchen, die zukünftig Prüfungen durchführen. Ein Abbau von Kontrolle und Bürokratie steigert am Ende auch die Attraktivität des Pflegeberufes“, so Baumann. Mit Blick auf den bestehenden Fachkräftemangel fordert der VDAB ein konsequentes Handeln von der Politik. Dazu Baumann: „Ohne klare Maßnahmen wird sich der schon bestehende Fachkräftemangel weiter verstärken. Schon heute vergehen viele Monate, bis eine freie Fachkraftstelle neu besetzt werden kann. Diese Entwicklung haben vor allem die Politik und die Kostenträger zu verantworten. Deshalb ist die Politik in der Pflicht, zügig umzusteuern“.

Der VDAB fordert außerdem, das Investitionsklima für den notwendigen Ausbau der Versorgungsinfrastruktur zu verbessern, statt, wie bislang häufig geschehen, zu verschlechtern. „Der Investitionsbedarf liegt nach unseren Schätzungen bis 2030 (ambulant, teilstationär, stationär, Angebot an neuen Wohnformen) auf über 100 Milliarden Euro. Dass das von öffentlicher Hand nicht geleistet werden kann, ist klar. Insoweit sind von Seiten der Politik diejenigen zu unterstützen, die dazu in der Lage wären. Das sind vor allem die Privaten. Überregulierung ist aus unserer Sicht die Investitionsbremse Nummer 1. Mit dem Abbau regulierender Vorgaben, wie zum Beispiel der Einzelzimmervorgabe, würden individuell zugeschnittene Angebote möglich gemacht“, so Baumann.

„Mit dem Ergebnis der Sondierungsgespräche zur Pflege entscheiden sich die Schwerpunkte, die die Pflegepolitik in der kommenden Legislaturperiode setzen wird. Es wird entschieden, ob die richtigen Weichen zur Überwindung der zahlreichen Herausforderungen für die Professionelle Pflege gestellt werden oder ob diese, wie bisher, nur weiter verwaltet werden. Letzteres ist aus Sicht der Professionellen Pflege keine Option“, so Baumann.

Der VDAB vertritt bundesweit konsequent die Interessen der Unternehmen in der Privaten Professionellen Pflege.

Rückfragen:
Sebastian Rothe
Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Kommunikation
Tel.: 030 / 2005 9079 -0

Hauptstadtbüro
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Kommunikation

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F  030 / 2005 9079 -19

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