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Personalbemessung in der Pflege: Ein wichtiger Schritt verbunden mit wachsenden Herausforderungen


Heute wurden die Ergebnisse für ein Personalbemessungsinstrument in der stationären und ambulanten Altenpflege vorgestellt. Der VDAB begrüßt, dass es endlich ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren zur Bestimmung des Personalbedarfs in stationären Einrichtungen gibt und weist auf die damit verbundenen Herausforderungen bei der Umsetzung hin.

Dazu Thomas Knieling, Bundesgeschäftsführer VDAB:
„Ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren zur Feststellung des Personalbedarfs in der stationären Langzeitpflege war längst überfällig. Damit sollen die historisch nur willkürlich gesetzten Personalschlüssel abgelöst und auch die starre Fachkraftquote von 50 Prozent obsolet gemacht werden. Die jetzt vorliegenden validen Erkenntnisse zur Frage, wie viel Personal für eine fachlich einwandfreie Versorgung notwendig ist, lösen allerdings auch ein Dilemma aus. Denn der Arbeitsmarkt ist derart leergefegt, dass schon die bisher aktuellen Stellen nicht zu besetzen sind. Zwar werden im neuen System vor allem zusätzliche Assistenzkräfte benötigt. Allerdings ist auch hier die Arbeitsmarktlage angespannt.

Die Konzertierte Aktion Pflege hat viele Maßnahmen angestoßen, um die Situation zu verbessern, aber es ist noch zu früh, um deren Erfolg zur Steigerung des Angebots an Personal beurteilen zu können. Umso wichtiger ist es, die richtigen gesetzlichen Schlüsse aus den Projektergebnissen zu ziehen. Keinesfalls darf es vorschnell zu gesetzlich verbindlichen Richtwerten kommen, die durch die Einrichtungen faktisch nicht zu erfüllen sind. Andernfalls droht eine ungerechtfertigte Kriminalisierung der Einrichtungen, die letztlich niemandem hilft.

Der Auftrag an die Wissenschaftler umfasste auch ein Personalbemessungsverfahren für die ambulante Pflege. Wie von allen Experten vorhergesagt, lässt die Leistungsstruktur und das Bestellprinzip in der ambulanten Pflege derzeit kein Personalbemessungsverfahren zu. Hier bedarf es noch weiterer Anstrengungen, wenn der ambulante Bereich gleichwertige Instrumente an die Hand bekommen soll.

Wir fordern jetzt Augenmaß von der Politik, wenn es darum geht die gewonnenen Erkenntnisse aus der Personalbemessung nach der anstehenden Pilotierungsphase in Gesetze und Vorschriften zu übersetzen. Einrichtungen brauchen Zeit für die Umsetzung und es darf nicht an der falschen Stelle zu Reglementierungen und Sanktionierungen kommen. Nur dann kann das neue System ein positiver Ansporn für die professionelle Pflege sein.“

Der VDAB ist einer der größten privaten Trägerverbände Deutschlands und vertritt bundesweit konsequent die Interessen der Unternehmen in der Privaten Professionellen Pflege.

Rückfragen:
Hauptstadtbüro
Jens Ofiera, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030 / 2005 9079-17
E-Mail: jens.ofiera @avoid-unrequested-mailsvdab.de

Jens Ofiera
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

T  030 / 2005 9079 -0
F  030 / 2005 9079 -19

jens.ofiera @avoid-unrequested-mailsvdab.de 

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