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Erfolgreiche Abmahnverfahren des VDAB gegen Vermittlungsagenturen


Unerlaubte Praktiken beim Angebot von Billigpflege eingedämmt

Obgleich in der deutschen Pflegebranche die Diskussion um die Beschäftigung meist osteuropäischer Billigarbeitskräfte in Privathaushalten an der Tagesordnung ist, mangelt es an praktischen Gegenmaßnahmen, um der Problematik effektiv zu begegnen. „Wir wollen greifbare Erfolge für unsere Mitglieder bei der Bekämpfung ihrer Probleme im Zusammenhang mit Billigpflege erzielen“, betont Stephan Dzulko, stellvertretender Bundesvorsitzender des Verbandes Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB). „Im Fokus unserer jüngsten Aktivitäten standen deshalb insbesondere so genannte Vermittlungsagenturen, die Personen - vorwiegend aus Osteuropa - in deutsche Haushalte mit Pflegebedürftigen als günstige Arbeitskräfte vermitteln.“
„Fälschlicherweise erwecken diese Agenturen im Rahmen ihrer Werbeaktivitäten im Internet vielfach den Eindruck, für den Kunden entstünde ein Vertragsverhältnis unmittelbar mit den osteuropäischen Pflegekräften oder der Vermittlungsagentur selbst“, erläutert Dzulko. „Tatsächlich jedoch werden häufig lediglich Verträge mit osteuropäischen Pflegeunternehmen vermittelt, deren Seriosität weder in pflegerischer noch in wirtschaftlicher Hinsicht beurteilt werden kann.“ Darüber hinaus zeichneten die Vermittlungsagenturen in ihrer Werbung das Bild einer von Missständen geprägten Pflegewirklichkeit, zu der die von ihnen vermittelten Leistungen eine glänzende Alternative darstellten. „Eine derart herabsetzende Werbung ist ebenfalls unzulässig“, so Dzulko. „Hier werden Pflegekunden irregeführt und die Leistungen unserer Mitglieder abqualifiziert.“
Der VDAB hat eine Vielzahl von Angeboten derartiger Vermittlungsagenturen geprüft und erfolgreich wettbewerbsrechtliche Abmahnverfahren gegen die Anbieter eingeleitet. Alle Abmahnverfahren des VDAB wurden erfolgreich mit einer Unterlassungserklärung der jeweiligen Unternehmen beendet. „Die Agenturen mussten ihre Werbemaßnahmen einstellen oder stark verändern“, resümiert Dzulko. „Unabhängig von der Frage der Legalität des Einsatzes osteuropäischer Pflegekräfte ist uns hier ein bedeutender Schritt gelungen, um unerlaubte Praktiken beim Angebot von Billigpflege einzudämmen.“

Jens Ofiera
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

T  030 / 2005 9079 -0
F  030 / 2005 9079 -19

jens.ofiera @avoid-unrequested-mailsvdab.de 

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