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Die professionelle Pflege verdient eine in sich stimmige Pflegepolitik.


Der VDAB unterstützt die Forderung von Bundesgesundheitsminister Herrmann Gröhe nach einer höheren Bezahlung von Pflegekräften. Denn damit würde ein Teilbereich der Arbeits- und Rahmenbedingungen in der Pflege verbessert. Der Verband ist sich mit dem Minister einig, dass dies notwendig ist, damit sich mehr Menschen für den Pflegeberuf entscheiden und der Abwanderung aus dem Beruf Einhalt geboten wird. Der VDAB fordert in diesem Zusammenhang dazu auf, Widersprüche in der Pflegepolitik zu korrigieren. Nur so ist es möglich, dass jeder, der professionelle Pflege braucht, diese auch in Zukunft bekommt.

„Bessere Bezahlung ist ein prominent diskutierter Teilbereich der Arbeits- und Rahmenbedingungen für professionelle Pflege. Damit geht aber auch einher, dass die Fachkräfte ihre Kompetenzen auch selbstständig einsetzen können. Auch hier braucht es klare Worte aus der Politik. Mehr alte Menschen bedeutet eine Zunahme an Multimorbidität  bei Pflegebedürftigen. Deshalb ist es wichtig, dass Pflege als eigenständiger Leistungsbereich auch Anerkennung bekommt “, so Thomas Knieling, Bundesgeschäftsführer des VDAB.

Des Weiteren würde die Zunahme an Demenzerkrankungen bei Pflegebedürftigen auch eine höhere Spezialisierung erforderlich machen. Mit der geplanten Generalisierung des Pflegeberufs schlägt die Bundesregierung aber einen gegenteiligen Kurs ein. „Damit beweisen die Verantwortlichen, wie wenig man politisch bereit ist, die eigentlichen Probleme auch anzugehen. Über Jahrzehnte erworbene Fachkompetenz und Spezialisierung werden über den Haufen geworfen. Im Ergebnis demotiviert man so die Altenpflegefachkräfte und schadet dem Ansehen des Berufstands“, so Knieling.

Die Attraktivität der Altenpflege ließe sich nur über umfassend verbesserte Arbeits- und Rahmenbedingungen ermöglichen. „Dazu zählen die tägliche Belastung durch Bürokratie, die Einschränkung von Eigenverantwortung und Fachlichkeit sowie fehlende gesellschaftliche Wertschätzung. Solange diese Punkte nicht nachhaltig angegangen werden, solange bleibt die Forderung nach einem höheren Ansehen der Altenpflege durch fairere Bezahlung eine Beschwichtigungsmaßnahme, um dem zunehmenden Unmut in der Branche zu begegnen“, so Knieling.

Zudem sei es verwunderlich, dass Minister Gröhe auf der einen Seite den Ausbau von Angeboten der Laienpflege sowie niedrigschwelliger Pflegeleistungen als eine Schlüsselmaßnahme zur Lösung des zukünftigen Versorgungsproblems präsentiere und auf der anderen Seite für die Pflege selbst höhere Attraktivitätsanreize einfordere. „Das eine zu tun und das andere zu fordern, ist das Gegenteil einer stimmigen Pflegepolitik. Diese ist aber notwendig, um die Herausforderungen gemeinsam nachhaltig angehen zu können“, so Knieling.

Der VDAB ist einer der größten privaten Trägerverbände Deutschlands. Er versteht sich als bundesweiter Interessenverband für private, professionelle Pflegeeinrichtungen.

Rückfragen:
Sebastian Rothe
Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Kommunikation
Tel.: 030 / 2005 9079 -0
Email: sebastian.rothe@vdab.de

Jens Ofiera
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

T  030 / 2005 9079 -0
F  030 / 2005 9079 -19

jens.ofiera @avoid-unrequested-mailsvdab.de 

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